Die Milliardenvermögen sind das Problem

... und deren Übervermehrung ist die eigentliche Ursache der Finanzkrise.

In den Politikerreden am Aschermittwoch taucht zur Finanzkrise immer wieder die gleiche Behauptung auf: „Verantwortungslose Manager haben in wenigen Wochen kaputt gemacht, was Millionen Werktätige mit ihrer Hände Arbeit in Jahrzehnten aufgebaut haben.“ Der erste Teil dieser Aussage ist auf verhängnisvolle Weise falsch. Es wird der Eindruck erweckt, ohne die Verantwortungslosigkeit der Banker und Manager hätte es keine Finanzkrise gegeben. Genau diese Fehleinschätzung führt zu dem fatalem Irrtum, die Krise könnte durch bloße Finanzmarktkontrolle und noch mehr Milliardenzuwendungen überwunden werden.

Der erste Teil dieser Aussagen ist unter anderem auch deshalb falsch, weil der zweite Teil, der Relativsatz, so richtig ist: Alles was jetzt „kaputt gemacht“ wurde, wurde zuvor von Millionen Arbeitenden in Jahrzehnten erwirtschaftet.

Denn es gibt grundsätzlich keine Wertschöpfung außer durch Arbeit, sei es von Menschen oder von Maschinen. Kapitalrenditen sind keine Wertschöpfung sondern nur Abschöpfung.

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Quelle: Günther Moewes in der Zeitschrift „HUMANE WIRTSCHAFT“